Freie Trauung im Boho-Stil bei Ackermann in Münster | Rebecca & Andreas

Als Hochzeitsfotografin werde ich oft gefragt, welchen Teil des Hochzeitstages ich am Liebsten mag. Denn ich begleite meine Paare vom Ankleiden am Morgen bis zum Hochzeitstanz in den späten Abendstunden. Und ich liebe eigentlich alles. Naja, bis auf die Gruppenfotos vielleicht. Aber einen besonderen Platz in meinem Herzen hat tatsächlich das sogenannte Getting Ready, also die Zeit am Morgen, wenn Braut und Bräutigam gestyled werden und sich füreinander in Schale werfen. Alleine schon, wenn ich ankomme und einem eine strahlende Braut die Türe aufmacht ist das für mich schon der erste Hach-Moment. Meist herrscht eine ganz eigene, besondere Atmosphäre. Bei der einen Braut ist es ruhig und geradezu meditativ, bei anderen ist es wuselig und die Vorfreude der anwesenden Familie fast mit Händen greifbar. Die Stimmung ist eigentlich immer einzigartig, deshalb liebe ich es, diese Zeit mit den Liebsten festzuhalten. Und wie großartig ist es für die Partner hinterher, sehen zu können was der Mann oder die Frau so am Morgen angestellt haben? War er aufgeregt? Sieht man die Anspannung in ihrem Gesicht, oder nur die Vorfreude auf das Jawort? Und ja, ich bin halt auch nur ein Mädchen, es bereitet mir unglaublich viel Freude, die ganzen liebevoll ausgesuchten Accessoires von Braut und Bräutigam zu arrangieren und schön für sie festzuhalten. Und ohne mich selbst loben zu wollen, meist ist auch der Ablauf am Morgen etwas strukturierter, denn manchmal kann ich ja dann doch mit dem einen oder anderen Tipp aushelfen, der sich bei den über 200 Hochzeiten die ich inzwischen als Hochzeitsfotografin begleitet habe schon bewährt hat. Zehn Stück davon verrate ich euch am Ende dieses Beitrages, unter den Fotos.

Ganz besonders spannend finde ich aber immer wieder, welchen Effekt meine Anwesenheit beim Ankleiden auf den Rest des Tages und die dann entstehenden Bilder hat. Denn wenn ich das Brautpaar und diejenigen, die ihnen beim Ankleiden zur Seite stehen, schon beim Getting Ready begleite, ist die Vertrauensbasis von Anfang an größer. Alle Anwesenden, aber vor allem Braut und Bräutigam haben so Gelegenheit, sich schon an mich und meine Kamera zu gewöhnen, sie fassen ein ganz anderes Vertrauen zu mir als Hochzeitsfotografin. Die folgenden Bilder, vor allem beim Portraitshoot, werden umso echter, intimer und emotionaler.

Genau so war es bei Rebecca und Andreas, die einfach alles an ihrem Hochzeitsmorgen richtig gemacht haben. Rebecca wurde professionell von Daniela Gessner gestylt. Mit dabei waren natürlich die stolze Brautmutter und ihre Trauzeugin Inga, und auch ihr Fellkind, Hochzeitsmops Lilly durfte nicht fehlen. Während der großzügig geplanten Stylingzeit konnte ich viele emotionale Momente einfangen und hatte trotzdem genug Zeit, die vielen liebevoll ausgesuchten Accessoires und die Einladungskarten von Rebecca und Andreas festzuhalten. Es herrschte eine wunderbar ruhige und doch spannungsgeladene Atmosphäre, und ich konnte so viele tolle Momente einfangen. Die wunderbare, vertrauensvolle und intime Stimmung zwischen uns setzte sich beim First Look der beiden und beim Portraitshoot fort. Bei der freien Trauung der beiden und bei der Feier setzte es sich fort. Ich bin unglaublich begeistert von den Ergebnissen und dem Stil dieser Hochzeit im Boho-Stil mit ihren vielen Greenery-Elementen und hoffe, sie gefällt euch genau so gut wie mir.

* 10 Tipps fürs perfekte Getting Ready*

1. Macht euch in einem schönen, hellen Raum fertig, denn der Raum wird in den Bildern zu sehen sein, und Licht ist essentiell für gute Bilder.
2. Räumt auf! Es mag einfacher sein, die Unterhose von letzter Nacht liegen zu lassen, aber wollt ihr sie wirklich in 10 Jahren noch auf euren Hochzeitsbildern sehen?
3. Legt alle Accessoires im Vorfeld bereit, damit eure Fotografin die Sachen nicht einzeln zusammen suchen muss, so hat sie Zeit, sich aufs wesentliche zu konzentrieren.
4. Die Einladungen nicht vergessen! Gern gesehen sind auch immer ein paar lose Blumen, die man dazu dekorieren kann.
5. Brautstrauß und Ringe werden am besten schon hier fotografiert
6. Plant genug Zeit für das Styling aber auch für das Anziehen des Kleides an. Probiert vorher aus, wie lange ihr jeweils braucht!
7. Ein schönes Kleid sieht auf einem Plastikbügel nur billig aus, sorgt für einen schönen Kleiderbügel in der passenden Farbe
8. Lasst euch auf jeden Fall von einer professionellen Stylistin vor Ort stylen, die Fahrt zum Friseur ist nur ein Stressfaktor.
9. Das Getting Ready des bräutigams sollte vor dem der Braut fotografiert werden, denn er kann die Anzugjacke schnell mal eben wieder ausziehen.
10. Für die Braut sollte man als Fotograf ca. anderthalb Stunden einplanen, das Ankleiden des Bräutigams reicht eine halbe bis Dreiviertelstunde.

Floristik/Brautstrauß: Florale Manufaktur | Brautkleid: Itea via Victoria Rüsche | Brautschuhe: Ralph Lauren | Bräutigam Outfit: Drykorn | Brautstyling: Daniela Gessner | Location: Restaurant Ackermann

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