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Speicherkarte kaputt, Hochzeitsfotos futsch?

Warum die Datensicherung zu den wichtigsten Aufgaben eines Hochzeitsfotografen gehört

“Speicherkarte kaputt, Hochzeit futsch.” Über diese Situation schrieb gerade mal wieder ein panischer “Kollege” in einer Facebook-Gruppe für “professionelle” Hochzeitsfotografen. Irgendwie lassen die da scheinbar aber dennoch jeden rein, denn solche Hilferufe gibt es in diesen Gruppen oft. Und es ist erschreckend, wie oft ich von Gästen bei Hochzeiten höre, dass sie keine Bilder von ihrer Hochzeit haben, weil dem “Fotografen” die Karte kaputt gegangen ist, er sie aus Versehen überschrieben oder gar verloren hat. Ich kann über den leichtfertigen Umgang vieler selbst ernannter “Fotografen” mit den unwiederbringlichen Momenten und kostbaren Erinnerungen der Hochzeitspaare nur den Kopf schütteln. Niemals würde ich zu einer Hochzeit oder einem anderen Event fahren und eine Kamera mit nur einem Kartenslot mitnehmen, und vor allem niemals alles nur einer einzigen Karte anvertrauen.


Ich nutze die 5D Mark IV und 5D Mark III, beide trage ich immer an einem Spiderholster am Körper. Mit beiden Kameras arbeite ich parallel mit zwei verschiedenen Festbrennweiten. Beide Hauptkameras haben je einen SD- und einen CF-Kartenslot, in denen die Bilder parallel im RAW-Format auf zwei Karten aufgezeichnet werden, daher sind alle Momentaufnahmen also auch auf zwei verschiedene Kameras und somit auf vier Speicherkarten verteilt. Sollte eine Kamera ausfallen, habe ich die Ersatzkamera direkt am Körper und kann nahtlos weiter fotografieren, eine weitere Ersatzkamera liegt immer im Auto. Sollte eine Speicherkarte ausfallen, sind die Bilder immer noch als Back up auf der zweiten Karte gespeichert. Während die Back-up-SD-Karte am Hochzeitstag durchläuft, werden die CF-Karten durchrotiert. Falls tatsächlich mal eine Karte abrauschen würde, wäre schlimmstenfalls immer nur ein Teil der Bilder weg, der aber ja sowieso durch das Back-Up auf der SD-Karte gesichert ist.

 

Die vollen Karten trage ich immer am Körper. Sollte also die Kamera oder meine Kartentasche geklaut werden, wäre auch nur ein Teil der Bilder weg. Die Kartentasche bewahre ich in einer Tasche am Spiderholster auf, die Kartentasche ist aber noch mal mit einer Art Leine am Holster festgebunden, so dass sie mir nicht versehentlich aus der Tasche fallen kann. Während das Brautpaar und seine Gäste das Hochzeitsessen genießen, mache ich schon das erste Back up der vollen Karten auf meinem Laptop und sorge so schon während der Hochzeit für eine weitere Sicherungskopie. Zuhause werden die Karten dann direkt auf meine Festplatte übertragen, die Bilder auf den Speicherkarten jedoch erst gelöscht, wenn die Hochzeit fertig bearbeitet und in meiner Onlinegalerie hochgeladen ist.


Ich kaufe immer hochwertige Speicherkarten von der gleichen Marke, mit der ich gute Erfahrungen gemacht habe, und sollte auch nur mal ein einziges Bild schadhaft sein, wird die Karte sofort aussortiert und weggeschmissen. Kam bisher vielleicht ein oder zwei Mal vor, dass ich eine Karte vorsichtshalber aussortiert habe, weil ein oder zwei Bilder Übertragungsfehler aufwiesen. Die korrumpierten Bilder konnte ich dann von der Back-up-SD-Karte rüber kopieren. Alles also überhaupt kein Drama.

 

Auch wenn sich das alles vielleicht etwas technisch und dröge anhört und augenscheinlich nicht das wichtigste Auswahlkriterium in den Augen vieler Brautpaare ist, finde ich es unglaublich wichtig, dass die Bilder nicht nur schön sind, sondern auch sicher. Es geht hier um die Erinnerungen an einen unwiederbringlichen Tag! Deshalb Augen auf bei der Hochzeitsfotografenwahl. Ich denke nicht, dass der “Freund mit der guten Kamera” diesen Aufwand betreibt oder auch nur darüber nachdenkt, genau so wenig der Student, der sich ein paar Euro nebenher verdient, oder auch der “Fotograf”, der einen ganzen Tag für 1000€ fotografiert.  Die Sicherheit eurer Fotos zahlt ihr am Hochzeitstag einfach mit. Falls ihr euch also gefragt habt, wie die sehr unterschiedlichen Preise bei Hochzeitsfotografen zustande kommen, der Umgang mit euren Hochzeitsbildern könnte einer der vielen Gründe dafür sein.

Wenn ihr also denkt, dass eure Hochzeitsfotos diesen Aufwand wert sind, schreibt mir gerne eine Mail.

 

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